Wir begleiten junge Menschen in persönlichen Schwierigkeiten – ambulant und stationär – auf dem Weg in die gesellschaftliche Normalität. Immer in Zusammenarbeit mit den zuweisenden Stellen.

Pädagogisches Begleitangebot für Jugendliche und junge Erwachsene

Unser pädagogisches Begleitangebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren für deren Entwicklung eine individuelle intensiv strukturierte Betreuung unerlässlich ist. Ein jeweils völlig individuelles, auf den einzelnen Jugendlichen zugeschnittenes Konzept, wird gemeinsam mit den zuweisenden Stellen, dem Sozialarbeiter oder Jugendanwalt festgelegt. Uns ist wichtig, dass wichtige Entscheidungen in enger Zusammenarbeit getroffen werden.

Zur Zeit stehen im Kanton Zürich insgesamt 12 – 15 Plätze davon 1 Notfallplatz zur Verfügung. Die persönlich und individuell eingerichteten Zimmer sind im Moment auf 7 Wohnungen und Häuser verteilt. Da wir eine junge, wendige Organisation sind, kann das Angebot auch kurzfristig der Nachfrage angepasst werden.

Betreuungsangebot

Wir bieten betreutes Wohnen in unterschiedlichen Intensitäten an:

  • Wir betreuen Jugendliche 1:1 mit Tagesstruktur während 24 Stunden täglich.
  • Wir betreuen Jugendliche während 24 Stunden täglich mit oder ohne Tagesstruktur, je nach Wunsch und Bedürfnis
  • Wir bieten begleitetes Wohnen und mit punktueller Betreuung

Unser Angebot ist ausgerichtet auf Jugendliche mit folgenden Problemen:

  • Sozialisations- und Persönlichkeitsdefizite
  • Psychische Störungen
  • Momentane oder dauerhafte Ueberforderung der Herkunftsfamilie
  • Konflikte mit dem Gesetz
  • Suchtmittelmissbrauch von weichen Drogen

Die Störungsbilder werden in einer psychiatrischen Praxis mit ausgebildeten Psychologen (Verhaltenstherapie, Trauma usw.) in einer Intervision diskutiert und eventuell auch therapiert. Die Aufnahme selbst wird mit einer Psychiaterin die in Forensik ausgebildet ist besprochen.

Von einer Aufnahme ausgeschlossen sind Jugendliche bei denen eine geistige und/oder körperliche Behinderung, akute Suchtmittelabhängigkeit von harten Drogen, hohe Gewaltbereitschaft besteht.

 

Pädagogische Schwerpunkte

  • Alltagsbewältigung und Erlernen von Wohnkompetenzen
  • Integration in eine Schul- oder Ausbildungssituation
  • Organisation und Gestaltung der Freizeit und sozialer Zugehörigkeiten
  • Erlernen von Selbstfertigkeiten

 

Stabilisierung der Persönlichkeit

  • Aufbau und der Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst
  • Entwicklung eines realistischen und positiven Selbstbildes
  • Förderung der Fähigkeit eigene Talente effektiv zu nutzen
  • Entwicklung der eigenen Identität
  • Förderung positiver sozialer Einstellungen
  • Förderung der Uebernahme von Verantwortung und Selbstverantwortung
  • Entwicklung einer emotionalen Kompetenz

Werteorientierung und moralische Kompetenz

  • Vermittlung ethischer Grundwerte
  • Entwicklung adäquater Einstellungen und Handlungsprinzipien
  • Entwicklung einer moralischen Werteskala und moralischer Urteilsfähigkeit
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Verhaltensmodellen
  • Delinquenzarbeit

Stärkung der sozialen Kompetenz

  • Beziehungsarbeit und soziale Sensibilität
  • Angemessene Wahrnehmung und Bewertung sozialer Situationen d.h. auch der Fähigkeit zu adäquaten Reaktionen
  • Bereitschaft zum Einhalten sozialer Regeln und zur Integration in eine Gruppe
  • Mitverantwortung für eine Gruppe
  • Kontakt- und Kooperationsfähigkeit
  • Steigerung der Frustrationstoleranz und der Befähigung zu Toleranz und Rücksichtnahme
  • Befähigung zu einem förderlichen Umgang mit Feedback d.h. der Entwicklung von Kritikfähigkeit
  • Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien

 

Schulische und berufliche Förderung

Wir beraten und unterstützen gezielt bei der Berufsfindung, fördern die Arbeitsmotivation und organisieren bei Bedarf eine individuelle Hausaufgabenbetreuung zum Abbau schulischer Defizite

 

Elternarbeit

Falls nötig und gewünscht, findet ein regelmässiger telefonische und persönlicher Kontakt mit den Eltern statt.

 

Qualitätssicherung

Unser besonderes Augenmerk gilt den Qualitätssicherungsmassnahmen. Wir stützen uns dabei auf folgende Punkte:

  • Zusammenarbeit mit den bereits bestehenden wichtigen, begleitenden Systemen
  • Einbezug vorhandener Unterlagen, Gutachten und Berichte
  • Regelmässige interne Standortbestimmungen
  • Standortgespräche mit den einweisenden Behörden
  • Jährlicher Zwischen- oder Schlussbericht des Jugendlichen
  • Monatliche, schriftliche Verlaufsrückmeldung – bei Bedarf auch häufiger
  • Permanente Dokumentation von Verhaltensbeobachtungen, Entwicklungen und Vorfällen
  • Zusammenarbeit, Austausch und Ergänzung mit externen Diensten wie Ärzten und Therapeuten
  • Kooperation mit externen Partnern, wie Schulen, Ausbildungsstätten usw.
  • Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden
  • Supervision
  • Konzeptsupervision
  • Regelmässige Teamgespräche